Sinnlos.

Dieses Beispiel sollte die letzten Zweifler davon überzeugen, dass es sich lohnt, gegen die Unsitte der Deppenleerzeichen zu kämpfen. Auch wenn der Kampf angesichts eines solchen Pamphlets verloren scheint – das übrigens pikanterweise an der „Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover“ gefunden wurde …

Sinnlos.

16 Kommentare zu “Sinnlos.”

  1. Elias

    Oh, Gnade! Bei solchen Blättern für die jetzt Studierenden, die ja doch später eine gewisse gesellschaftliche Elite bilden sollten, wundert mich gar nichts mehr…

    Aber immerhin, die Deppen Leer Zeichen wurden noch nicht konsequent verwendet. Sonst hätte dort auch “Zum Vorzug Preis für Studier Ende” gestanden…

  2. HZans

    Erinnert mich sehr an die unsägliche “0% Wunsch Finanzierung auf alles”-Werbung eines großen Elektronikmarktes…

  3. Benni

    Hat damit leider überhaupt nichts zu tun, aber ich frage mich gerade ob es Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge oder Landkreis Sächsische-Schweiz-Osterzgebirge heißen müsste…..

  4. DF1AS

    Bei uns in Braunschweig hängen seit längerer Zeit Plakate mit der Aufschrift “Wilhelm Raabe Literatur Preis” aus. Literatur hat auch nicht mehr viel mit Rechtschreibung am Hut. Das gibt es auch selbst vom Brock Haus Verlag zu berichten: irgendein Kinder Brock Haus. Und … und … und …

    PS: Schön, dass diese Site wieder aktiviert wurde!

  5. Olief

    Ich hoffe nur, dass Du den Kampf nicht aufgibst und diese Seite nun total verödet.

  6. glamorama:blog

    Ich arbeite in meinem aktuellen Job (als Psychologe in der Bildungsforschung) viel mit Lehrern zusammen und stelle leider immer wieder fest, dass die Menschen, die unseren Kindern Bildung vermitteln sollen, selbst nicht in der Lage sind, fehlerfreie deutsche Texte zu verfassen. Das “Deppen Leer Zeichen” und der Deppenapostroph sind dabei die häufigsten Fehler. Auch im Gebrauch der vier Fälle sind viele Lehrer unsicher (ich sage nur “der Dativ ist dem Genitiv sein Tod”).

    Beim Kommentieren dieser Fehler verweise ich dann immer auf Deine Seite – in der Hoffnung, dass es vielleicht doch irgendwas bewirkt :-)

  7. Philipp

    Benni, ich denke, es gibt 2 Möglichkeiten: Sächsische-Schweiz-Osterzgebirge oder Sächsische Schweiz/Osterzgebirge

  8. Heinz Ketchup

    In meinen Augen sind das hier einfach nur zwei separate Überschriften. Daher auch die unterschiedlichen Schriftgrößen.
    Vermutlich ist “Unterricht” der Name der Buchreihe, und “Deutsch” ist der Titel dieses Bandes.

  9. TMM

    juhu! endlich wieder updates!

  10. DF1AS

    @ Heinz Ketchup,

    dann müsste es besser “UNTERRICHT DEUTSCH” lauten. Die Schriftgrößen hätte ich dann übrigens genau entgegengesetz gewählt. Oder ist es die Reihe “DEUTSCH” mit dem Thema “UNTERRICHT”?

    Aber wenn man doch schon weiß, wo das Teil gesichtet wurde – und wie die sich selbst schreiben – sollten alle Klar Heiten rest los beseitigt sein.

  11. Deine Mutter

    Rechtschreibungsunwillige werbetreibende anzugveredelte Heißluftgebläse verbreiten ja gerne, daß die Marke des goldenen Kalbs geschützt werden müsse durch das Alleinstellungsmerkmal des Deppenleerzeichens. Weiterhin führen diese Häretiker an, daß der kreative Umgang mit Sprache begrüßenswert sei und von der Lebendigkeit des Deutschen zeuge.
    Mir scheinen diese modernen Menschen lästigen Infanten zu gleichen, die in der Entwicklung ihrer sozialen Grundfertigkeiten im Dreijährigenstadium steckengeblieben sind und nun wie kleine dämonische Arschkinder, die auf den Teppich geschissen haben, den Ärger der Mitmenschen über ihr nerviges asoziales Verhalten ignorieren.

    Zur westlichen Gesellschaftsfähigkeit gehören einige Grundfertigkeiten, z.B. Essen mit Messer und Gabel, differenzierte Ausdrucksfähigkeit in Worten und im Geschriebenen, emotionale Beherrschung in der Öffentlichkeit, Kritiklernen, Standhaftigkeit gegen Meinungs-Strohfeuer.
    Mir dünkt, daß diese Eigenschaften bald zugunsten von Chinesisch auf Grundschulniveau oder betriebswirtschaftlichem Denken in der Altenpflege komplett aufgegeben werden. Eine schöne neue nasebohrende Welt ist das, die da gerade entsteht. Brecht Euch aber nicht die Finger, ihr Fliegenhirne! Denn dumm lebt man gefährlicher.

  12. otherlucy

    Hallo,
    wie wäre es denn mit einer eigenen Kategorie Deppenhochschulen oder „Deppen Hochschulen“?

    Am 1. April 2009 reiht sich ein weiteres Glied in diese Kette ein:
    Die „Technische Fachhochschule Berlin“ wird umbenannt in „Beuth Hochschule für Technik Berlin“ auch wenn sie nicht mit der „Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover“ konkurieren kann.
    „Die Beuth Hochschule für Technik Berlin (komplett ohne Bindestrich!) wird die Internetadresse http://www.beuth-hochschule.de haben. Aber bis es am 1. April soweit ist, gibt es noch viel zu tun.“ (Quelle: http://www.tfh-berlin.de/beuth/ vom 30.01.2009) – Der Hinweis in der Klammer läßt vermuten, dass die Deppenleerzeichenbefürworter dort gewonnen haben.

  13. Herr Walter

    Kann bitte endlich ein Bundesminister für Ortographie (vorzugsweise die Deutsche) vereidet werden, um solchen Schund zu verhindern? Ich möchte gar nicht davon anfangen, dass sich in diesem Land über das schlechte Abschneiden der Schüler in den allgemein bekannten Bildungstests beschwert wird…

  14. Alex

    Na ja, ich finde das Beispiel suboptimal. Es ist schon lange ein gestalterisches Stilmittel, auf Plakaten die Überschrift, besteht sie aus einem Wort, über zwei Zeilen zu verteilen, um die Schrift größer zu bekommen, ohne das als Getrenntschreibung zu meinen. Ich kenne das mindestens seit den Achtzigern. Klar, streng genommen fehlt der Trennstrich, aber ein typisches Deppenleerzeichen ist das trotzdem nicht.

  15. Jürgen

    Zum Thema “Studierende” möchte ich Max Goldt zitieren:

    „Wie lächerlich der Begriff Studierende ist, wird deutlich, wenn man ihn mit einem Partizip Präsens verbindet. Man kann nicht sagen: In der Kneipe sitzen biertrinkende Studierende. Oder nach einem Massaker an einer Universität: Die Bevölkerung beweint die sterbenden Studierenden. Niemand kann gleichzeitig sterben und studieren.“

  16. Mahl Zahn

    Und außerdem heißt es “Studenten” und nicht “Studierende”.

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